Maronen für Hunde
Dürfen Hunde Esskastanien/Maronen essen?
Kaum fallen die Blätter, tauchen sie wieder auf: Esskastanien!
Für uns im Saarland wachsen sie gefühlt an jeder Ecke und gehören im Herbst als echtes, regionales Grundnahrungsmittel einfach dazu. Was bei uns völlig normal ist, sorgt in anderen Teilen Deutschlands oft für Verwunderung 😅. Genau deshalb, und weil zumindest Miriam mit der Esskastanie quasi aufgewachsen ist und wir daher ihre Vorzüge so schätzen, haben wir ihre veredelte Form, die Marone bei uns in den Shop aufgenommen! Um dir und deinem Hund konstante Premium-Qualität zu garantieren, beziehen wir unser feines Bio-Maronenmehl aus kontrolliert biologischer EU- Landwirtschaft.
Übrigens: Früher war die Esskastanie in vielen bergigen oder kargen Regionen Europas ein überlebenswichtiges Hauptnahrungsmittel – das sogenannte „Brot der Armen“. Erst als Kartoffel und Mais zunehmend wichtiger wurden, geriet die Esskastanie fast ein wenig in Vergessenheit. Zu Unrecht! Denn sie ist nicht nur für uns Menschen lecker, sondern auch eine oft völlig unterschätzte und dabei gut verträgliche Zutat im Hundenapf.
Du willst die Infos, hast aber keine Lust oder Zeit zu lesen? Dann sind hier die Kurzfakten, die wir im Blogartikel genauer erklären:
Esskastanien sind Nüsse, haben aber wenig Kalorien
Im Gegensatz zu Walnuss & Co. sind Maronen absolute Leichtgewichte und sehr fettarm.
Esskastanien funktionieren wie klassische Kohlenhydrate
Obwohl sie Nüsse sind, liefern sie komplexe Kohlenhydrate und dienen als hervorragender Energielieferant. Daher sehen wir sie als Kohlenhydratquelle für Hunde.
Leicht verdaulich und basisch
Gekocht ist die Esskastanie sehr magenverträglich. Zudem wird sie im Körper basisch verstoffwechselt, was sich auf den Urin auswirkt.
Achtung beim Sammeln!
Esskastanien/Maronen sind für Hunde super, die typische Park-Rosskastanie ist dagegen giftig.
Welche Sorten der Esskastanie gibt es?
Esskastanien gibt es in vielen verschiedenen Sorten. In Europa ist insbesondere die echte Kastanie (Castanea sativa) beheimatet, die es in zwei Varianten gibt:
- Die Variante, die bei uns im Saarland z.B. wild wächst, das ist die Esskastanie in ihrer Wildform (kleiner, fester anhaftende Innenhaut, etwas milder im Geschmack)
- Und die Variante, die wir als Kastanienmehl im Shop haben: Esskastanie in ihrer veredelten Zuchtform, genannt Marone. Sie ist größer, leichter schälbar und etwas süßer im Geschmack.
Beide Formen sind für Hunde gut verträglich und geeignet.
Die nussige Ausnahme: wenig Fett, viele Kohlenhydrate
Botanisch gesehen sind Maronen tatsächlich Nüsse (Buchengewächse).
Sie brechen allerdings fast alle Regeln ihrer Pflanzenfamilie. Während „normale“ Nüsse oft zu über 50% aus Fett bestehen, ist unser Kastanienmehl z.B. ein absolutes Leichtgewicht und bringt gerade einmal 4,3 Gramm Fett auf 100 Gramm mit.
Die Esskastanie liefert die Energie also nicht über Fett, sondern in Form von Kohlenhydraten. Damit rückt sie in der Hundeernährung auf den Platz von klassischen Kohlenhydratquellen (wie Kartoffeln oder Reis) und ist eben kein fetter Snack für zwischendurch wie manch eine Nuss.
Gut verträglich und basisch
Ein großer Vorteil von Esskastanien ist ihre generell gute Verträglichkeit. Gut gekocht sind sie sehr leicht verdaulich und werden von den meisten Hunden daher gut vertragen. Zudem sind sie von Natur aus glutenfrei. Durch ihren leicht süßlichen, nussigen Geschmack finden sie bei den meisten Hunden Anklang, sodass sie als Kohlenhydratquelle möglicherweise auch Mäkler überzeugen können.
Ein spannendes Alleinstellungsmerkmal liegt außerdem in ihrer Verstoffwechslung: Während Kohlenhydratquellen wie Hafer oder Reis säurebildend wirken, wird die Esskastanie im Körper basisch verstoffwechselt. Das wirkt sich insbesondere auf den Urin-pH-Wert alkalisch aus. Für Hunde, die z.B. präventiv gegen Calciumoxalat- oder Uratsteine gefüttert werden, ist die Esskastanie daher eine gute Kohlenhydratquelle – insbesondere wenn andere basisch wirkende Kohlenhydrate wie z.b. Kartoffel nicht vertragen werden.
Abgerundet wird das Ganze durch einen ordentlichen Anteil an Ballaststoffen (11g pro 100g), der als Futter für die guten Darmbakterien deines Hundes dient.
Achtung Verwechslungsgefahr: Die giftige Rosskastanie
Wenn du selbst auf Sammeltour gehst, ist Vorsicht geboten! Es besteht Verwechslungsgefahr mit der weit verbreiteten gewöhnlichen Rosskastanie, die Saponine enthalten und bei Verzehr starke Magen-Darm-Reizungen mit Erbrechen und Durchfall auslösen können. Wenn du zusammen mit deinem Hund sammelst, achte außerdem darauf, dass keine Kastanien im Ganzen geschluckt werden, hier besteht die Gefahr eines Darmverschlusses.
Zubereitung: Wie kommt die Esskastanie in den Hund?
Genau wie bei Kartoffeln ist die rohe Stärke der Esskastanie für Hunde schwer verdaulich. Unser Mehl wird nach der Ernte schonend in warmer Luft getrocknet – die Stärke muss für die Hundeverdauung also erst noch durch Hitze und Wasser aufgeschlossen werden.
- Als Napf-Beilage (Brei): Misch einfach 1 Teil Kastanienmehl mit 5 bis 10 Teilen Wasser (je länger du es kochst, desto mehr Wasser wird benötigt). Lass das Ganze unter ständigem Rühren für 1 bis 3 Minuten leicht köcheln. Kleine Klümpchen sind dabei überhaupt kein Problem. Der Brei wird puddingartig und zieht beim Abkühlen noch extrem fest an, während die Küche lecker duftet.
- Als Backmehl für Leckerlis: Kastanienmehl eignet sich perfekt zum Backen von Hundekeksen. Wichtig: Da das Gluten (Klebereiweiß) fehlt, braucht der Teig einen anderen „Kleber“, wie zum Beispiel Ei, Leinsamenschleim oder Flohsamenschalen, damit die Kekse nach dem Backen nicht zerbröseln. Achte zudem darauf, dass das Mehl relativ viel Flüssigkeit bindet.
Kastanienmehl enthält pro 100g (Trockengewicht):
- 373 kcal
- 4,3g Fett
- 70g Kohlenhydrate
- 11g Ballaststoffe
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