Kartoffeln für Hunde

Dürfen Hunde Kartoffeln Essen?

Kartoffeln für Hunde

Kartoffeln gehören in Deutschland zu den Grundnahrungsmitteln, weshalb sie günstig und gut verfügbar sind. Hauptsaison haben sie von Juli bis Oktober, da sie aber gut gelagert werden können, sind sie ganzjährig verfügbar.

Kartoffeln gehören natürlich eigentlich zum Gemüse, sind in der Hundeernährung aber den Kohlenhydraten zugeordnet, da sie einen hohen Stärkeanteil aufweisen (siehe auch unser Artikel zu den Kohlenhydraten).

Beim Kochen für Hunde dienen sie hauptsächlich der Energiezufuhr. Aber auch als Sättigungsbeilage sind die Knollen gut geeignet, da sie auf das Gewicht gesehen relativ energiearm sind – das bedeutet, man kann recht viel Futtermenge schaffen durch Kartoffeln, ohne besonders viele Zusatzkalorien zuzuführen.
Wusstest du z.B., dass 75g Fett so viel Energie liefern wie 1kg Kartoffeln?

Neben Kohlenhydraten liefern Kartoffeln natürlich noch weitere Nährstoffe. Hier ist besonders der Kaliumgehalt hervorzuheben. Fenchel oder Rosenkohl enthalten zwar auf 100g mehr Kalium, aber Kartoffeln füttert man meist in einer höheren Menge, sodass die Kaliumzufuhr dadurch bedeutender ist.

Wie auch für Menschen, müssen Kartoffeln für Hunde immer gekocht werdenruhig etwas länger als für Menschen, um sie noch leichter verdaulich zu machen und die Stärke besser aufzuspalten. Gerade bei einer höheren Futtermenge ist das sinnvoll (siehe auch „Zubereitung von Kohlenhydraten für Hunde„).

Durch den hohen Stärkegehalt wird aus der Kartoffel auch Kartoffelstärke gewonnen, die man als Mehl gut nutzen kann, um Backmattenleckerlis für Hunde zu zaubern.

Oft hört man, dass Kartoffeln nur warm und nicht abgekühlt verfüttert werden dürfen, da sie resistente Stärke bilden. Zwar bilden sie resistente Stärke, die unverdaulich ist, diese ist aber nicht schädlich, sondern dient den guten Darmbakterien als Futter und ist damit ein schönes Präbiotikum („Resistente Stärke gut für den Darm“ (NDR)). Manche Hunde müssen allerdings langsam an größere Mengen gewöhnt werden, damit es keine Blähungen gibt.

Kartoffeln sind außerdem Nachtschattengewächse und enthalten daher Solanin, was für Mensch und Hund giftig ist.
Das betrifft insbesondere ältere Kartoffelsorten oder teilweise selbst angebaute Kartoffeln, hier lohnt es sich, den Solaningehalt der Sorte zu recherchieren. Moderne Sorten weisen durchschnittlich einen Gehalt von 2-10mg Solanin/100g auf, der Grenzwert für kommerziell gehandelte Kartoffeln liegt bei 20mg/100g (Landeszentrum BW). Das Erhitzen alleine richtet gegen Solanin nichts aus, da dafür Temperaturen von über 170 Grad nötig sind. Kochen in Wasser reduziert den Solaningehalt um etwa 10%, daher sollte das Kochwasser auch immer weggeschüttet werden. Den höchsten Solaningehalt in der Kartoffel findet man in der Schale, daher sollte man Kartoffeln immer geschält verfüttern. Dadurch kann man den Solaningehalt um bis zu 90% reduzieren. Grüne Stellen solltest du wegschneiden und wie auch im Humanbereich die Lagerhinweise beachten und ausgetriebene Kartoffeln nicht mehr verfüttern.
Mehr zu Solanin findest du bei den anderen Nachtschattengewächsen im Lexikon, der Tomate und der Paprika

Du kannst Kartoffeln also gekocht in Stücken, gestampft als Brei, ausnahmsweise mal eine geteilte Pommes oder einfach als Kartoffelflocken füttern. Die Kartoffelflocken werden mit ausreichend warmem Wasser zu einem Brei gequollen und sind gut aufgeschlossen und hoch verdaulich. Unsere Kartoffelflocken im Shop sind außerdem geschält und damit bzgl. Solanin unbedenklich – außerdem schmecken sie besonders kartoffelig und schmecken auch den Zweibeinern.

Kartoffeln enthalten pro 100g:

  • 70kcal
  • 15g Kohlenhydrate
  • etwa 2g Protein
  • etwa 2g Ballaststoffe
  • etwa 80g Wasser
  • 340-417mg Kalium
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