Distelöl für Hunde
Dürfen Hunde Distelöl bekommen?
Ja, Hunde dürfen Distelöl ins Futter bekommen, es ist sogar ein sehr gesundes und sinnvolles Futteröl.
Distelöl wird aus den Samen der Färberdistel schonend kaltgepresst und schmeckt mild nussig. Während pflanzliche Öle wie Hanföl und Walnussöl neben der essenziellen Omega-6-Fettsäure Linolsäure noch über weitere Fettsäuren wie z.B. Gamma-Linolensäure verfügen, konzentriert sich das Distelöl auf Linolsäure und kann hier wirklich punkten: Mit fast 79% Linolsäure (bei unserem Distelöl) braucht man von diesem Öl besonders wenig, um den Linolsäurebedarf zu decken.
Ideal für Hunde, die nur wenig Fett vertragen oder die Kalorien zählen müssen – oder die bei Haut- und Fellgesundheit etwas Nachhilfe brauchen.
Außerdem enthält es von Natur aus recht viel Vitamin E – das reicht zwar nicht für eine Bedarfsdeckung, bringt aber etwas zusätzliche Nährstoffe mit.
In der Hundeernährung wird das Distelöl also eingesetzt, um den Linolsäurebedarf zu decken.
Achtung: Distelöl ist nicht gleich distelöl!
Distelöl aus dem Supermarkt und z.B. unser Bio-Distelöl haben denselben Namen. Aber sie können biochemisch grundverschieden sein.
Wer im Supermarkt nach Distelöl greift, bekommt meistens ein High-Oleic-Distelöl – also eine Züchtungsvariante, bei der das natürliche Fettsäureprofil der Distel gezielt verändert wurde.
Das Ergebnis: bis zu 75–80 % Ölsäure (Omega-9), sehr wenig Linolsäure – hitzestabil, rauchpunktfest, gut zum Braten geeignet.
Das klingt praktisch. Und das ist es auch, aber für Hunde ist es das falsche Öl.
Denn wie bereits erwähnt ist der Grund, warum Distelöl in der Hundeernährung eingesetzt wird, die Linolsäure – eine essenzielle Omega-6-Fettsäure, die der Hundekörper nicht selbst herstellen kann und zwingend über die Nahrung aufnehmen muss.
Und diese Linolsäure ist im High-Oleic-Distelöl kaum noch enthalten, aber dafür in großen Mengen im klassischen Distelöl. Das enthält etwa 60 – 80 % Linolsäure.
Wie unterscheiden sich die beiden Distelöl-Varianten also?
Klassisches, linolsäurereiches Distelöl darf nicht stark erhitzt werden. Die vielen Doppelbindungen der Linolsäure machen es hitzesensibel – beim Braten entstehen dann genau die Oxidationsprodukte, die wir im Lagerungsbeitrag beschreiben: Aldehyde, MDA, freie Radikale.
Wenn du also ein Öl zum Braten für dich selbst kaufst, es also hoch erhitzen möchtest, dann brauchst du ein Öl mit hohem Anteil gesättigter oder einfach ungesättigter Fettsäuren – also z.B. Kokosöl, Ghee, Olivenöl (mittlere Hitze) oder eben das High-Oleic-Distelöl.
Für Salatdressings oder deine kalte Küche kann es auch das linolsäurereiche Distelöl sein. Und für Hunde, die eben genau diese Linolsäure brauchen, sollte es ebenfalls das linolsäurehaltige, klassische Distelöl sein.
Das Label „Distelöl“ sagt also generell wenig aus. Entscheidend ist, welche Variante du in der Hand hältst. Und dazu muss man oft etwas genauer hinschauen, um herauszufinden, zu welcher Sorte Distelöl das jeweilige Öl gehört. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: Bei uns findest du ein biozertifiziertes, kaltgepresstes, linolsäurereiches Distelöl in einer Braunglasflasche.
Wie viel Distelöl dürfen Hunde bekommen?
Die Dosierung von Distelöl orientiert sich meist am Linolsäurebedarf. Das bedeutet, es wird so viel Distelöl (klassische Variante) gegeben, wie für die Deckung dieser essenziellen Fettsäure nötig ist. Ein 30kg Hund benötigt daher etwa 5-6ml pro Tag.
Um die genaue Menge zu berechnen, die für die Bedarfsdeckung des Linolsäurebedarf nötig ist, haben wir einen Linolsäure-Rechner erstellt. Denn Linolsäure ist als essenzielle Fettsäure für Hunde wichtig und muss über die Fütterung zugeführt werden. Insbesondere für die Haut- und Fellgesundheit spielt sie eine große Rolle, sodass es bei einem Mangel z.B. zu schuppigem glanzlosen Fell kommen kann. Im Fellwechsel kann die Menge deshalb z.B. auch verdoppelt werden.
Dein Hund kennt Distelöl noch nicht und ist nur kleine Ölmengen gewöhnt? Dann steiger die Menge langsam. Normalerweise hat Distelöl keine Nebenwirkungen, wird es aber zu schnell in großer Menge gegeben, ohne den Hund an höhere Fettmengen zu gewöhnen, kann es zu Durchfall kommen. Außerdem ist natürlich wie bei jeder neuen Zutat im Hundenapf ein Austesten sinnvoll.
Distelöl ist nach dem Öffnen 8-12 Wochen, bei Lagerung im Kühlschrank, haltbar, weshalb nicht zu große Flaschen gekauft werden sollten, damit es nicht ranzig wird.
Wichtig ist, dass du auf eine hohe Qualität bei Ölen achtest. Mehr zur richtigen Lagerung von Ölen erfährst du übrigens hier: Lagerung von Ölen.
Das Distelöl sollte kaltgepresst und auf Verunreinigungen und Schimmelpilze getestet sein. Auch sollte es in einer braunen Glasflasche abgefüllt sein. Solch ein Öl findest du wie gesagt auch in unserem Shop.
Distelöl enthält pro 100g:
- 900kcal
- 100g Fett
- 60-80g Linolsäure
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Öle
Walnussöl
7,90 € – 79,99 €Preisspanne: 7,90 € bis 79,99 €Enthält 7% MwSt.zzgl. VersandAusführung wählen Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden -
Öle
Hanföl
5,90 € – 61,99 €Preisspanne: 5,90 € bis 61,99 €Enthält 7% MwSt.zzgl. VersandAusführung wählen Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden




