Hafer für Hunde

Dürfen Hunde Hafer bzw. Haferflocken Essen?

Ja, Hunde dürfen Hafer bzw. Haferflocken fressen. Meist landet Hafer in Form von Flocken im Napf, da diese besonders einfach im Supermarkt zu besorgen sind.

Haferflocken sind von Natur aus glutenfrei. Warum also gibt es extra „glutenfreie“ Haferflocken zu kaufen?
Die Haferernte kann mit glutenhaltigem Getreide verunreinigt werden (maschinell bedingt, Fruchtfolge des Bodens), das Endprodukt kann also Spuren von Gluten enthalten, was für Menschen mit Zöliakie natürlich ungut ist. Für Hunde ist das aber, wenn keine Allergie besteht, kein Problem, sodass die normalen Haferflocken und nicht die teuren, glutenfreien Flocken genutzt werden können.

Hafer ist mit die fettigste Kohlenhydratquelle mit knapp 7% Fett, was sie für viele Hunde schmackhaft macht. Außerdem liefern die Flocken dadurch recht viele Kalorien und eignen sich auch gut für Hunde, die etwas zunehmen sollten.

Zudem sind Haferflocken reich an Ballaststoffen, was nicht bei jeder Kohlenhydratsorte automatisch der Fall ist. Die Beta-Glucane (löslicher Ballaststoff) unterstützen die Darmflora, verbessern die Darmmotilität und sorgen dafür, dass Haferflocken beim Aufkochen schleimig werden, was Hunden mit Magenproblemen oft Linderung verschafft, da sich der Schleim wie eine Schutzsicht über die Magenschleimhaut legt. 

Hafer für Hunde

Positiv ist auch der Gehalt an Silicium hervorzuheben, was den Aufbau von Bindegewebe und Knochen unterstützt und somit bei Problemen des Bewegungsapparats hilfreich sein kann.
Oft wird auch die Menge an B-Vitaminen gelobt, die aber bei der gekochten Hundeernährung nicht wirklich ins Gewicht fällt. Hafer ist jedoch reich an Mineralstoffen und Spurenelementen und kann hier insbesondere mit Kalium, Zink sowie Mangan punkten.

Da Hafer mit Glyphosat oder Schimmelpilzen belastet sein kann, macht es Sinn, bei Öko-Test nach Produkten zu suchen.

Generell sind Haferflocken mit die günstigsten Kohlenhydratflocken. Außerdem sind sie als Kohlenhydratquelle bereits aufgeschlossen, sodass im Grunde das Einweichen reicht, um sie verdaulich zu machen. Bei empfindlichen Hunden macht es jedoch Sinn, die Flocken mit ausreichend Wasser (4-10fache Menge ist möglich) schleimig zu kochen. Auch für immerhungrige Hunde ist es schöner, wenn die Haferflocken als Porridge im Napf landen, da so mehr Futtermenge bei gleichbleibenden Kalorien gefuttert werden können. Bei Magenproblemen kann man die Flocken auch gut in Magentee (z.B. Kamille, Süßholz) kochen. 

Haferflocken enthalten pro 100g (ungekocht):

  • etwa 350kcal
  • 6,7g Fett
  • 9,7g Ballaststoffe
  • 4,9mg Mangan
  • 11-14mg Silicium
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