Knochenbrühe für Hunde

Die Knochensuppe oder Knochenbrühe ist ein Gericht, das du vielleicht noch von Oma kennst. Mittlerweile gerät sie in der Humanernährung immer mehr in Vergessenheit, während sie bei HundehalterInnen dafür umso beliebter wird. Sie folgt dem nachhaltigen „Nose to Tail“- Ansatz, es werden also alle Teile vom Tier verwertet, die sonst im Abfall landen.

Oft wird die Knochenbrühe übertrieben hoch gelobt als Nährstoffbooster oder Hausmittelchen bei nahezu jeder Krankheit. Dazu sei direkt gesagt: Wunder vollbringen kann sie nicht und nennenswerte Mengen an Mineralstoffen liefert sie ebenfalls nicht.
Was sie aber kann: In der kalten Jahreszeit als wärmendes Süppchen fungieren, als Appetitanreger dienen, das Futter geschmacklich abrunden oder etwas zusätzliche Energie liefern.

Ihre wackelpuddingartige Konsistenz erhält sie durch das aus Knochen und Knorpel herausgelöste Kollagen/Gelatine.

Das Rezept

  • etwa 500g Knochen (geeignet sind Gelenkknochen, Markknochen, aber auch fleischige Knochen)
  • etwa 1,5l Wasser
  • 2-4EL Apfelessig

Zubereitung:
Knochen in einen Topf geben und so viel Wasser zugeben, dass alle Knochen bedeckt sind. Dann den Apfelessig dazugeben und alles aufkochen. Nach dem Aufkochen die Temperatur runter drehen, sodass die Suppe mit geschlossenem Deckel 12-24h simmert. Die Suppe muss nach dem Erkalten nicht gelieren, aber da viele Hunde sie geliert lieber essen, kannst du den Geliertest machen, um zu sehen, ob sie fertig ist: etwas Suppe aus dem Topf entnehmen, in den Kühlschrank stellen und warten: Ist sie nach dem Erkalten geliert, ist sie fertig, ansonsten muss entweder noch mehr Wasser verdunsten oder es müssen mehr Markknochen genutzt werden.

Knochenbrühe für Hunde kochen

Die Suppe kann in kleinen Förmchen (Eiswürfel- oder Muffinformen je nach Hundegröße) eingefroren und portionsweise aufgetaut werden. So kann man auch mal eine kleine Menge erwärmen, sie als Appetizer übers Futter geben oder unbeliebte Dinge anrühren und sie so schmackhafter machen oder in eine Schleckmatte füllen als Leckerli.
Bei Organerkrankungen (z.B. Leber, Niere, Pankreas) sollte die Suppe nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung gegeben werden.
Bei fettempfindlichen Hunden bitte das Fett abschöpfen, dieses bildet nach dem Erkalten eine feste Schicht, sodass das problemlos möglich ist. Gekochte Knochen unbedingt entsorgen und nicht verfüttern, das abgekochte Fleisch kann aber mit verfüttert werden.

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