Schnell und einfach kochen für Hunde

Tipps und Tricks, damit du nicht täglich am Herd stehst

Viele HundehalterInnen stellen sich vor, dass man beim Kochen für Hunde täglich am Herd steht und stundenlang in einem Kochtopf rumrührt und das Futter dann durch das fehlende Kochtalent womöglich auch noch anbrennt. Dabei kommt auch direkt der Gedanke auf, dass man ja schon kaum Zeit hat, um für sich selbst zu kochen und sich unweigerlich fragt, wie man das nun auch noch für den Hund schaffen soll. 

So kommt es dazu, dass viele HundehalterInnen den Gedanken zu kochen direkt verwerfen, obwohl es für den eigenen Hund womöglich die ideale Fütterung wäre. Das muss aber nicht sein, denn Kochen für Hunde muss überhaupt nicht kompliziert und extrem zeitraubend sein, es geht auch schnell und einfach. Deshalb wollen wir dir hier ein paar Tricks und Tipps zeigen, damit du nicht täglich am Herd stehen musst und sich das Kochen für deinen Hund ganz einfach in den Alltag integrieren lässt.

Wenn wir vom schnellen und einfachen Kochen sprechen, dann muss natürlich klar sein, dass es trotzdem mehr Arbeit ist als nur einen Trockenfuttersack oder eine Nassfutterdose zu öffnen. Aber es kann genauso viel Zeit wie das Barfen kosten, teilweise sogar weniger, da weniger Komponenten gefüttert werden. Und es ist auch nicht komplizierter, nur weil das Fleisch gekocht wird. Mit den richtigen Kochgeräten (wie z.B. dem Multikocher) und der passenden Organisation, die in deinen Tagesablauf passt, findest du ganz sicher deinen Weg. Daher hier unsere Tipps und Ticks:

1. Koche schonend

Wenn du das Fleisch unter 100°C im eigenen Saft dünstest, dann musst du weder umrühren noch aufpassen, denn das Fleisch brennt nicht an, selbst wenn du keine Flüssigkeit dazu gibst. Es schmort einfach im eigenen Saft. Du kannst also währenddessen etwas anderes machen, das Fleisch kocht sich von ganz alleine. Mehr Infos findest du über die Buttons.

2. Nutze zeitsparende Kochgeräte

Einen Überblick über mögliche Kochgeräte findest du hier.
Für uns ist ganz klar Remis Lieblingsgerät, der Multikocher der Favorit, was die Punkte „unkompliziert, schnell & einfach“ angeht, denn man kann die Temperatur (bei einem guten Gerät) auf passende 85°C einstellen und auch die Zeit ist einstellbar. Du legst das Fleisch also einfach in den Kocher, es muss weder Wasser dazu noch muss umgerührt werden. Der Multikocher macht alles von alleine und stellt sich danach sogar aus oder kann das Fleisch warmhalten, bis du es verfütterst. Einige Multikocher verfügen sogar über ein Zeitprogramm, sodass du abends das gefrorene Fleisch reinlegen kannst, welches über Nacht auftaut und morgens beginnt der Multikocher zu kochen, sodass das Fleisch nach der ersten Gassirunde fertig abgekühlt und servierfähig ist.
Einfacher und schneller gehts eigentlich kaum!
Achte also darauf, welche Funktionen der Multikocher hat, damit er auch wirklich eine große Arbeitserleichterung mit sich bringt. Der Redmond RMC-90DE Multikocher, den du auch bei uns im Shop erhältst, vereint all diese Funktionen übrigens in sich und wird auch von uns selbst gerne genutzt.

3. Nutze zeitsparende Komponenten

Wer keine Lust auf Portionieren hat, der kann einzeln entnehmbare gefrorene Fleischsorten nutzen. Du kennst das vielleicht von einzeln entnehmbarem Gefriergemüse, bei dem man sich auch einfach die passende Tages- oder Zweitagesmenge rausnehmen und vorkochen kann. Gemüse kannst du also auch gefroren und vorbereitet schon kaufen, alternativ gehen auch mal Gemüseflocken oder fertige Smoothies, Quetschies oder Gemüse-Babygläschen. Bei kleinen und mittelgroßen Hunden geht das oft auch über längere Zeit, bei großen Hunden ist das für eine dauerhafte Fütterung natürlich relativ teuer. Hier muss dann zwischen Zeit und Geld eine Balance gefunden werden.
Kohlenhydrate gibt es auch als Kohlenhydratflocken, z.B. als Reisbrei oder Kartoffelflocken, die man nur noch mit warmem Wasser vermischen muss. 

4. Bereite dann vor, wenn du Zeit hast

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Vielleicht hast du am Wochenende etwas mehr Zeit als im Alltag oder hast immer einen festen Tag in der Woche, an dem du keine Termine hast. Viele etablieren dann einen Portioniertag alle paar Wochen und bereiten für eine oder direkt mehrere Wochen vor, je nachdem was auch der Gefrierschrank so kann. Denn das fertig vorbereitete Futter wird dann portionsweise eingefroren, sodass du im Alltag nur noch abends dran denken musst, das Futter über Nacht auftauen zu lassen.
Du kannst z.B. Gemüse vorbereiten und in Tagesportionen je nach Hundegröße in Muffinformen oder Gefrierdosen einfrieren. Auch das Fleisch kann so vorbereitet und entweder direkt vorgekocht und dann eingefroren werden. Das ist kein Problem, dem Fleisch passiert da nichts – du taust es in gekochter Form einfach auf und verfütterst es. Das macht oft Sinn, wenn du einen sehr kleinen Hund hast und die Wochenmenge am Stück problemlos vorkochen kannst oder wenn du mit einem SlowCooker  arbeitest, in den größere Mengen passen, der aber auch vier Stunden Garzeit hast. Oder du frierst es roh ein und wirfst es dann morgens in den Multikocher, der dir deine Tagesportion während du Gassi gehst fertig kocht.

Wenn du keine Kohlenhydratflocken füttern möchtest, kannst du z.B. zweimal die Woche Kartoffeln kochen, wenn du für dich selbst auch welche machst – so kannst du deine Essgewohnheiten an deinen Hund angleichen. Auch einfrieren geht bei Kohlenhydraten, sie werden nur sehr häufig sehr matschig, was nicht allen Hunden gefällt.
Wenn du mehrere Zusätze nutzt, weil du z.B. nach dem Kochbarf-Prinzip fütterst, dann kannst du die Wochenmenge der Zusätze abwiegen, alles zusammenmischen und in einen Behälter füllen und täglich etwa ein Siebtel über das Gekochte geben. Ist der Behälter nach einer Woche leer, passt das und geht im Alltag viel schneller – und die Feinwaage muss nur 1x die Woche zum Einsatz kommen!

5. Mach dir nicht mehr Aufwand als nötig

Natürlich kannst du das Futter immer hübsch anrichten, die einzelnen Komponenten dekorativ in Szene setzen und den Napf noch mit einem gekochten Ei, Himbeeren und einem Basilikumblättchen verzieren – aber seien wir doch mal ganz ehrlich: Dein Hund inhaliert den Napf sowieso innerhalb von 2 Minuten und wahrscheinlich ist das sogar noch wohlwollend geschätzt. Ihn interessiert es herzlich wenig, ob du den Napf nett anrichtest oder ob du einfach alles zu einem „Einheitsbrei“ zusammenrührst. Schmecken tut es ihm ganz sicher genauso und wichtiger als die Optik ist auf jeden Fall der Inhalt.
Viele Hunde, insbesondere diejenigen, die nicht das „Staubsauger-Gen“ besitzen, sondern eher mäkelig fressen, akzeptieren pulvrige Zusätze außerdem sowieso nur versteckt oder nehmen Gemüse oder Kohlenhydrate nur dann, wenn sie am Fleisch kleben. Die „Pampe“ im Napf ist dann also genau richtig. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, also z.B. Hunde, die gerne Trennkost fressen und Gemüse lieber getrennt vom Fleisch nehmen – jeder Hund ist anders! Wenn es deinem Hund aber egal ist, wie das Futter aussieht – Hauptsache es schmeckt – dann lass dich bitte nicht zu sehr von Idealvorstellungen, sozialen Medien oder anderen HundehalterInnen beeinflussen, die suggerieren, dass jeden Tag ein perfekt angerichtetes Menü serviert werden müsste.
An 95% aller Tage im Jahr sehen unsere Näpfe übrigens auch nicht nach einer Gourmet-Küche aus. Nimm dir da also selbst den Druck!

Kochbarf für Hunde im Napf mit Spinat, Leber, Huhn und Zusätzen durchmischt

Einzeln entnehmbares Fleisch am Vorabend für ein oder zwei Tagesportionen passend in den Multikocher geben, den Multikocher so einstellen, dass er am nächsten Morgen mit Kochen beginnt und sich nach 30-50 Minuten (je nach Fleischmenge) bei 85°C selbstständig abschaltet und das Fleisch abkühlen kann. Kohlenhydratflocken einweichen (mit Gemüseflocken - oder das vorportionierte Gemüse nutzen), das abgekühlte Fleisch dazugeben, die am Wochenende vorportionierten Zusätze darüber geben und servieren.

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