Kochgeräte zum Kochen für Hunde

Kochtopf, Pfanne oder Multikocher - welche Geräte eignen sich?

Jeder hat beim Kochen sicher direkt den Kochtopf im Kopf, jedoch kann man natürlich auch noch mit anderen Geräten kochen. Mit Kochen sind hier im übertragenden Sinne alle Sorten des Garens gemeint, also auch backen, dünsten usw. Hier findest du eine kleine Auswahl der meistgenutzten Geräte.

Empfehlenswerte Kochgeräte, die Remi gerne für die Zubereitung von Fleisch nutzt und mit denen auch unsere KundInnen der Ernährungsberatung gute Erfahrungen gemacht haben, sind übrigens auch in Remis Amazon-Liste zusammengefasst.

Der Kochtopf

Remi kocht Braten KochenfürHunde Ernährungsberatung Kochkurse für Hunde

Da ihn jeder zuhause hat, bietet er den perfekten Einstieg ins Kochen. Für die Zubereitung von Kohlenhydraten oder Gemüse ist er perfekt geeignet. Beim Kochen von Fleisch sind bei längerfristigem Kochen niedrige Gartemperaturen empfehlenswert, was mit dem Kochtopf nicht so ideal gelingt. Erklärungen zu den Temperaturen findest du hier.
Das Kochen von Fleisch im Kochtopf ist dadurch weniger schonend als mit anderen Kochgeräten. Außerdem kocht man beim Kochen für Hunde teilweise mit Innereien (Kochbarf-Prinzip), die nicht jeder so wohlriechend empfindet wie Remi. Beim Kochtopf ist hier die Geruchsbelästigung mit am höchsten. 

Zusammengefasst ist der Kochtopf also perfekt für den Einstieg oder wenn man nur sehr selten, z.B. bei Erkrankungen und Schonkost kocht. Auch für Kohlenhydrate und Gemüse kann man ihn natürlich super nutzen. Es gibt übrigens einen Dünsteinsatz für Kochtöpfe (z.B. bei Ikea), mit dem man z.B. Gemüse etwas schonender kochen kann, ohne viel Geld für ein neues Kochgerät auszugeben. So kannst du im Kochtopf dampfgaren.

Die Pfanne

Das Anbraten von Fleisch in der Pfanne ist nur in seltenen Fällen und z.B. bei Mäkeln zu empfehlen. Die Brataromen führen zwar dazu, dass das Futter lieber gefressen wird, das Fleisch wird dadurch aber schwerer verdaulich (Maillard-Reaktion) und die Menge reduziert sich durch den Wasserverlust meist stark. Gerade das finden die meisten Hunde natürlich nicht so prickelnd, wenn sie zur Kategorie „Nimmersatt“ gehören. Da das Fleisch ja roh abgewogen werden sollte, ist es wichtig, ein Kochgerät zu nutzen, mit dem möglichst wenig Kochverlust entsteht.  

Der Schnellkochtopf

Der Schnellkochtopf bzw. Druckkochtopf wird gerne genutzt, da damit alles ruckzuck fertig ist. Das ist aber nur aufgrund der extrem hohen Temperaturen möglich, weshalb er für das Kochen von Fleisch nicht optimal ist. Der Gewichtsverlust des Fleisches ist höher, dein Hund hat weniger Futter im Napf und das schonende Garen mit weniger Nährstoffverlust ist bei dauerhaftem Kochen auf jeden Fall vorzuziehen. Zudem macht es Sinn, Fleisch mit sehr wenig Wasser zu garen, damit man das Kochwasser mitverfüttern kann, da auch Mineralstoffe und andere wasserlösliche Nährstoffe ins Wasser übergehen. Kohlenhydrate kann man im Druckkochtopf jedoch perfekt kochen, denn diese müssen für Hunde hochaufgeschlossen werden, damit sie gut verdaulich sind. Zudem werden diese nicht primär zur Nährstoffzufuhr, sondern zur Kohlenhydratzufuhr und damit der Versorgung mit Energie eingesetzt.

Der Dampfgarer

Beim Dampfgarer wird unter Wasserdampf gegart. Das Gargut befindet sich in einem Einsatz, unter welchem Wasser erhitzt wird. Der Dampf steigt nach oben und gart die Lebensmittel bei Temperaturen von etwa 100°C. Höhere Temperaturen von 120°C sind nur beim Druckdampfgarer möglich.
Nicht alle Dampfgarer haben die Möglichkeit, den Fleischsaft, der beim Dämpfen austritt, gesondert aufzufangen, meist tropft er in das kochende Wasser, sodass dieses im Anschluss eigentlich mitverfüttert werden sollte, um die ausgetretenen Nährstoffe mitzufüttern. Ist das jedoch möglich, kann der Dampfgarer auch für die Zubereitung von Fleisch genutzt werden – auch wenn das Dünsten bei etwas niedrigeren Temperaturen noch etwas schonender ist. Gemüse lässt sich mit dem Dampfgarer jedoch beispielsweise sehr gut zubereiten.   

Der Backofen

Der Backofen ist perfekt für größere Fleischmengen und unkompliziertes Garen geeignet, da du nicht die ganze Zeit daneben stehen musst, sondern das Fleisch sich selbst zubereitet. Zudem kannst du bei niedrigen Temperaturen (unter 100°C) im eigenen Saft garen, was aber durchaus je nach Fleischmenge mehrere Stunden dauern kann. Genau das ist natürlich auch der Nachteil: kleine Mengen machen im Ofen keinen Sinn, da sich dafür das Aufheizen des gesamten Garraums nicht lohnt und bei großen Mengen kann es aber durchaus 4-6h dauern, wenn man bei niedrigen Temperaturen alles garen möchte. Energetisch ist das also keine sehr sinnvolle Variante, das daraus entstehende Schmorbratengericht wird deinem Hund aber sicher sehr schmecken. Du kannst in einem Römertopf im Backofen garen (dieser muss vorher ausreichend gewässert werden) oder eine Auflaufform mit Deckel oder Alufolie darüber nutzen.
Leider haben gerade ältere Backöfen oft das Problem, dass sie nicht ganz so genau die angegebene Temperatur halten können, weshalb du dann bestenfalls ein Bratenthermometer nutzt, um die Kerntemperatur zu messen.

Auflaufform Backofen Fleisch kochen Römertopf garen

Der Slowcooker

Der Slowcooker ist absolut nichts für ungeduldige Menschen, denn man muss Zeit mitbringen, ähnlich wie beim Backofen. Aber auch der SlowCooker kocht alles von alleine, sodass man währenddessen andere Dinge erledigen kann. Zudem ist er energiesparender als der Backofen und kann daher dessen Vorteile noch toppen. Manche Geräte schalten sich außerdem mittels Zeitschaltuhr selbst ab. Sinnvoll ist außerdem ein SlowCooker, bei dem man genau weiß, welche Stufe welcher Temperatur entspricht, um hier genau bei gewünschter Temperatur kochen zu können. Auch er ist also wie der Backofen für Fleisch, jedoch nicht für Kohlenhydrate und Gemüse geeignet.

Der Thermomix

Der Thermomix kann natürlich sowohl Kohlenhydrate als auch Fleisch und Gemüse sehr gut kochen und lässt sich dank Programmen individuell bezüglich Zeit und Temperatur einstellen. Nur zum Hundefutterkochen wird ihn sich sicher keiner anschaffen, da er sehr teuer ist. Hast du ihn aber bereits zu Hause, kannst du ihn natürlich optimal für die Zubereitung der Hundemahlzeiten nutzen. In den Topf selbst passt natürlich nicht allzu viel Fleisch, sodass das Kochen mit dem Thermomix eher etwas für kleine Hunde ist. Alternativ kann man das Fleisch aber auch im Varoma kochen. Hierbei sollte aber Backpapier unter das Fleisch gelegt werden, um den Fleischsaft aufzufangen, denn dieser sollte ja mitverfüttert werden. 

Der Multikocher

Multikocher Redmond Kochen für Hunde

Remis Lieblingsgerät
Er ist viel günstiger als der Thermomix, hat aber dennoch den Vorteil, dass Temperatur und Zeit individuell einstellbar sind und das Fleisch von alleine schonend kocht. Da es kein SlowCooker ist, kann man mit den anderen Programmen auch Kohlenhydrate sehr heiß garen. Der Multikocher vereint also alles, was beim langfristigen Kochen empfehlenswert ist.
Da es natürlich sehr viele Multikocher auf dem Markt gibt, solltest du beim Kauf auf ein paar Dinge achten. Sinnvoll ist ein Gerät, bei dem Temperatur und Zeit einstellbar sind, insbesondere auch Temperaturen unter 100 Grad. Zudem ist eine Zeitschaltuhr sehr praktisch, denn so kannst du abends das gefrorene Fleisch in den Topf legen und den Kocher so programmieren, dass er, während du im Bett liegst oder Gassi gehst, alles selbstständig erledigt und das Fleisch morgens fertig gegart und abgekühlt ist, also bereit zum Verfüttern. Anbraten oder einbrennen kann hierbei nichts, denn das Fleisch gart schonend unter 100 Grad (meist bei 80-85°C) im eigenen Saft (wie im Backofen). Der Multikocher eignet sich zum täglichen Kochen oder Kochen für 2-3 Tage (je nach Fleischmengen und Hundegröße) und anschließendem Lagern im Kühlschrank. Auch ist er gerade bei niedrigen Temperaturen energiesparender als Backöfen. In Remis Amazon-Liste findest du empfehlenswerte Kocher verlinkt, den Redmond-Multikocher aus dem Bild findest du auch bei uns im Shop. 

Übrigens ist der Multikocher natürlich nicht nur für die Zubereitung von Hundefutter geeignet – bei uns ist er auch regelmäßig für das Zweibeiner-Essen im Einsatz und erleichtert das tägliche Kochen. Wer getrennte Töpfe möchte, kann einfach einen zweiten Innentopf nachkaufen. 

 

Der Einkochautomat

Durch unsere Gruppenmitglieder der Facebookgruppe kommen immer neue tolle Ideen dazu – so auch das Kochen im Einkochautomat. Bei klassischen Einkochautomaten kann man die Temperatur stufenlos von 30-100°C einstellen. Dadurch sind die Einkochautomaten auch für das schonende Kochen geeignet. Zusätzlich haben sie ein größeres Fassungsvermögen als normale Multikocher, die eher zum täglichen Kochen oder zum Tagesportionen vorkochen genutzt werden, je nach Hundegröße. Vom Funktionsumfang sind Einkochautomaten natürlich begrenzt und wir möchten deutlich betonen, dass es hierbei NICHT um das Einkochen geht.
Das empfehlen wir ausdrücklich nicht
, denn das Einkochen von Fleisch bei nur 100°C ist aufgrund der Gefahr von Botulismus keine gute Idee.
Du kannst den Einkochautomaten aber „zweckentfremden“ und darin Sous Vide garen oder in Gläsern garen und diese dann einfrieren (sie sind dann nicht haltbar gemacht, da nicht eingekocht, sondern „nur“ gekocht wird). Die Gläser sind bei uns übrigens im Gefrierschrank noch nie geplatzt, wenn man sie nicht ganz voll macht. Wenn du Tagesportionen Sous Vide garst, empfehlen wir wiederverwendbare Beutel zu nutzen. So lassen sich sehr viele Tagesportionen schonend vorkochen und platzsparend im Gefrierschrank einfrieren. Durch die einzelnen Portionsbeutel brauchen 4kg Fleisch übrigens dann auch deutlich kürzer als im Multikocher. Das Fleisch gart trotzdem schonend im eigenen Saft. Auch kann man so für mehrere Hunde mit unterschiedlichen Portionsmengen oder Fleischsorten gleichzeitig vorkochen, ohne dass man alles im Anschluss verwechselt oder wieder auseinander frimmeln muss.

Sous Vide Stick

Ein Kochgerät, das sicher nicht jeder kennt, ist der Sous Vide Stick. Die Funktionsweise ist mit einem Tauchsieder zu vergleichen. Man nimmt einfach ein normales Kochgefäß, füllt dieses mit Wasser und stellt den Sous Vide Stick hinein. Er erhitzt auf die passende Temperatur und hält diese konstant, nimmt kaum Platz weg und damit kann temperaturgenau schonend in jedem Gefäß gegart werden.

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2 Kommentare
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Sina
5 Monate zuvor

Ich habe noch nie daran gedacht mit dem Sous Vide Stick für meine Hunde zu kochen. Das teste ich gleich mal.

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